Teil 2 unserer Aktivitäten im Corona-Jahr 2021

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... was gab es noch in 2021 ????

>>>>> Rusenschloss, Knoblauchfels, Blautopf, Blaubeuren

>>>>> Wasserschloss Oppenweiler und Burg Reichenberg

>>>>> Tour im Großen Lautertal

>>>>> Märzenbecherblüte bei Bad Überkingen

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Wanderung zum Rusenschloss, Knoblauchfels, Blautopf und Blaubeuren am 31. März

Die ursprünglich geplante Wanderung auf dem Seeburgsteig musste kurzfristig umgeplant werden: wegen Waldarbeiten war der Weg gesperrt und so wurde in Windeseile Blaubeuren mit der oberhalb liegenden Ruine des Rusenschlosses als neues Ziel auserkoren.

Nach dem durchaus recht knackigen Aufstieg konnten wir von den Schlossmauern aus einen schönen Blick auf die Stadt genießen und anschließend auf der Höhe weiter wandern, vorbei am Knoblauchfels und an Sonderbuch, um dann die mühsam gewonnenen Höhenmeter hinunter nach Blaubeuren wieder zu "verlieren"...

Am Blautopf genossen natürlich viele Ausflügler - wie auch wir - das tolle Wetter und die warmen Sonnen-strahlen. (Woher und weshalb der Knoblauchfels einen so anrüchigen Namen  hat, konnten wir leider nicht erfahren. Das weiß nicht mal Wikipedia!!! Auf jeden Fall sollte man Kondition besitzen und recht trittsicher sein, will man die Aussicht von dort aus genießen.)

Ein kleiner Rundgang durch die Altstadt beendete den schönen Ausflug. 

... allmählich ist es wohl nun doch Frühling!!

... hoch oben thront es: das Rusenschloss!

Und do sollet  m i r   nauf!!!

N o c h  sieht man viel von der Landschaft, denn Büsche und Bäume tragen kaum Laub. 

Einst ein stolzer Adelssitz: das Rusenschloss. Da musste man als Burgfräulein ja direkt schwindelfrei sein,wollte man den Blick aus der Kemenate genießen.

... die Kleine Grotte ...

Dank der spärlichen Belaubung konnte man immer wieder bis hinunter auf die Blau fotografieren.

Die Anemonen werden allmählich von den zarten Büten des Lerchensporns abgelöst.

... geschafft!! Endlich oben!! In vier Wochen hat man von hier aus sicher keinen Blick mehr auf das alte Gemäuer.

Von der Ruine des Rusenschlosses aus sieht man nach Blaubeuren und die verschwitzten Wandersleute fragen sich, ob es sein kann, dass das heutige Ziel wirklich an der kleinen Kirche in Bildmitte, ganz hinten am Waldrand liegen kann? Es  k a n n  nicht nur, es liegt wirklich dort in der Ferne...

 Nach der Kletterei einfach ein "MUSS" - das Selfie auf dem Rusenschloss.

Momentan genießen wir den Blick ins Tal allein und ungestört, an anderen Stellen werden schon fast Platzkarten ausgegeben...

Auch im Wald zeigen sich immer mehr Frühlingsboten.

Kaum zu glauben, aber auch ohne Bildbearbeitungsprogramm  leuchtet der Blautopf in intensiven Farben, während die Bäume ringsum noch ganz kahl sind.

Und im Spiegel der Blau-Quelle hat man die Klosterkirche gleich noch einmal.

Obwohl es Mittwoch ist, haben sich heute doch zahlreiche Leute den Blautopf zum Ziel genommen, aber insgesamt herrscht noch kein gefährliches Gedränge.

Und jetzt als Belohnung Kaffee und Kuchen... das wär´s gewesen. Corona macht´s leider unmöglich :-(

Dem alten Mühlrad und der munteren Ente kann  d a s  egal sein...

Blaubeurens Benediktinerkloster, gegründet  um 1085 und Mitte des 15. Jhdts. quasi neu erbaut.

Den sehenswerten Kreuzgang, das kunstvolle Chorgestühl von Jörg Syrlin d.J. und den berühmten Hochaltar von Michel Erhart kann man aber zur Zeit leider nur im Rahmen einer geführten Besichtigung besuchen.

Kreuzigungsmotiv am Eingang der Kirche - wie passend zur Karwoche, in der wir uns ja grade befinden...

Auch diese schön renovierten Fachwerk-Gebäude sind Teil der Klosteranlage.

Originelles Schild:

 

Achtung vor der Frau des Hauses! Der Hund ist harmlos!

 

Da hat wohl schon einmal jemand einschlägige Erfahrungen gesammelt...

Durch Blaubeuren führt jetzt ein schöner und gut ausgeschilderter Altstadt-Spazierweg.

Zum Abschluss noch ein wohlverdientes Eis!! Natürlich im Freien und mit dem nötigen Abstand genossen - des hammer uns redlich vrdiend!!!

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Spaziergang beim Wasserschloss Oppenweiler am 29. März

Ein kleiner Halbtages-Ausflug führte uns nach Oppenweiler zum Wasserschloss der Freiherren von Sturmfeder. Das achteckige Schloss im klassizistischen Stil entstand 1783 an der Stelle einer Wasserburg aus dem späten 13.Jhdt.

Das Schlössle, welches heute das Oppenweiler Rathaus beherbergt, liegt noch immer auf einer kleinen Insel, umgeben von einem Schlosspark, der von dem berühmten Gartenarchitekten Friedrich Ludwig Sckell entworfen wurde, der auch den Englischen Garten und die Parkanlagen von Schwetzingen und Hohenheim gestaltet hatte.

Leider war im Park aufgrund der frühen Jahreszeit noch nichts Florales zu bewundern, aber vielleicht kommen wir im Sommer nochmals her, es ist ja nicht wirklich weit!

Abschließend warfen wir noch einen Blick auf die oberhalb von Oppenweiler throhnende Burg Reichenberg, die von Markgraf Hermann von Baden 1230 erbaut wurde.

Da kommt sich der Bürgermeister gleich vor wie der adelige Schlossherr von anno dunnemal...

Fontänen machen sich doch immer gut im Werbeprospekt...

Im Freien genügt es, die FFP-2-Maske griffbereit zur Hand zu haben und man kann gefahrlos frei durchatmen.

Wie aus dem Bilderbuch: das Oppenweiler Wasserschlössle!

... die Schildkröten genießen die warme Sonne

... stolzer Erpel

Von allen Seiten aus macht das achteckige Gebäude bella figura.

Burg Reichenberg im gleichnamigen Ort oberhalb von Oppenweiler

Ein letzter Blick auf die mächtige Burganlage, dann wird der Heimweg angetreten.

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Immer an der Lauter entlang am 3. März

Nachdem der Wetterbericht in TV und Radio und alle Wetter-Apps unisono ab 11 Uhr blanken Sonnenschein versprochen hatten, machten wir uns natürlich am Vormittag gleich auf, die Lautertalrunde auf Schusters Rappen zu absolvieren...

Aber - Saharastaub und Schleierbewölkung verhinderten leider genau das, was die Wettervorhersagen so vollmundig prophezeit hatten!!! Trotzdem ließen wir uns die Wanderlaune nicht verdrießen und konnten letzten Endes wieder einige schöne Naturmotive auf die Speicherkarten bannen.

Wir starteten in Anhausen und bummelten bei Temperaturen im einstelligen Bereich (zum Glück in passender Winterausrüstung!) am rechten Flussufer entlang. Dabei hatten wir schöne Ausblicke auf die Burgruine Wartstein und die tollen Felsformationen am gegenüberliegenden Berghang.

Mehrere Areale mit blühenden Märzenbechern und sogar einige wenige Stellen mit dem leuchtend roten  Kelchbecherling trösteten uns ein wenig über das Grau des Himmels und die ungemütlichen Temperaturen hinweg!!

Nicht ohne Grund wurde die Große Lauter 2019 von der Heinz-Sielmann-Stiftung als eines der Naturwunder Deutschlands ausgezeichnet!

Ein erster Überblick nach dem Motto: Wer Augen hat, zu sehen...

Die Felsformationen gegenüber konnte man im zeitigen Frühjahr gut sehen - im Sommer mit Laub auf den Bäumen sind sie zum großen Teil verdeckt....

Auch das Große Lautertal "kann Märzenbecher!!!"

Die Große Lauter führte ganz ordentlich Wasser 

Karsthöhlen bieten manchen Bewohnern Unterschlupf und schmale Pfade den Wanderern neue Herausforderungen

Farbtupfer im Grau-in-Grau des Spätwinters 

Die Arbeit einiger Biber konnten wir auch aus der Nähe bestaunen: viele angenagte Bäume und abgeschälte Stämme zeugten von der Rückkehr der nachtaktiven Baumeister!

Biberwerk!! Solch ein Gebiß sollte man haben...

 

Die Biber arbeiten fleißig und legen den ein oder anderen Baumstamm quer über die Lauter. Sie nützen es weidlich aus, unter strengem Naturschutz zu stehen und lachen sich sicher beim Nagen hin und wieder ins feuchte Fäustchen...

Weißer Kuhreiher auf der Pirsch...

... und in voller Schönheit!

... der Graureiher mit Tarnkleid!!

 

Zu unserer großen Überraschung ließen uns beide Vögel nahe genug für diese Aufnahmen an sich heran kommen. Aber wehe, man bewegte sich...

... des will i doch genau seha!! A bissle Eisatz muaß scho sei, will mr a ordendliche Ausbeude mid hoim brenga...

Bloß gut, dass sich in der Fototasche grundsätzlich die Spezialhandschuhe befinden, die eine problemlose Bedienung der Kamera erlauben, sonst hätte ich den Apparat bei diesen Temperaturen mit äußerst klammen Fingern bedienen müssen...

Burgruine Wartstein

... und wieder mal ein Kelchbecherling!! Er saß ganz dicht am Weg auf einem abgebrochenen Ast und strahlte uns förmlich entgegen.

Nun auch noch Hindernisse auf dem Wanderpfad!!

Die hädded ja scho a weng aufräuma könna, wenn  m i r  kommed!

Dort oben am Hang saß  n o c h  ein einsamer roter Kelchbecherling. Aber dem Adlerblick der Kamerafrau blieb er natürlich nicht verborgen.

Den Rückweg traten wir dann am anderen Ufer der Großen Lauter an. Den steilen Abstecher auf dem Gämssteig hinauf zur Wartburg ersparten wir uns jedoch dieses Mal - den hatten wir uns schon vor einem Jahr "gegönnt"... Man muss den körperlichen Einsatz ja nicht übertreiben! Schon gar nicht, wenn es keine Aussicht auf Aussicht gibt, bei dem Wetter...

 

 

Märzenbecher sind doch immer ein Genuss fürs Auge!!!

Dass wir auf einem Teil des Burgenwegs unterwegs waren, liegt auf der Hand, bzw. den Bergen...

Hier thront oberhalb von Anhausen die Schloss(-ruine) Schülsburg aus dem 11./12.Jhdt.

Sie war bis 1884 bewohnt - bis zum großen Brand. Ein Wiederaufbau unterblieb...

 

Die Ruine befindet sich im Privatbesitz derer von Speth von Schülzburg und wartet auf Sicherung und Sanierung. Bis jetzt allerdings halten sich etwaige finanzkräftige Interessenten wohl sehr bedeckt, wie man unschwer erkennen kann...

Das schmucke Rathaus in Anhausen

Dass wir nicht gar so sehr wie üblich strahlen, war natürlich nur dem heutigen neblig-kühlen Wetter geschuldet!!!

 

Da froren einem ja fast die Mundwinkel ein, bis man das Handy endlich fürs Selfie in Stellung gebracht hatte... Trotzdem: Lautertal, wir kommen wieder. Spätestens im Herbst, wenn hier farblich mehr geboten sein wird!!!

 

 

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Märzenbecherblüte bei Bad Überkingen am 26. Februar

Die Märzenbecherblüte bei Bad Überkingen  wurde auch dieses Jahr bewundert und bei einer schönen Rundwanderung gebührend auf die Speicherkarte gebannt.

Renate und Janny nützten den sonnigen Wintertag, um nach den berühmten Frühblühern zu schauen.

Die übrige Natur befand sich aber ansonsten noch im tiefen Winterschlaf - nur die Felsen profitieren davon, kommen sie doch ohne das Laub der Bäume momentan bedeutend besser zur Geltung.

Ein paar Krokusse schienen auch jeden Sonnenstrahl zu genießen.

Wie gemalt...

Zwischen einem Meer von Märzenbechern schaute auch eine gut getarnte vorwitzige Haselmaus im Freien nach dem Rechten. Aber die Tarnung schützte sie nicht vor Renates Argusaugen und der Kamera... Klick - und schon war der muntere kleine Nager "im Kasten"!

Mitten im Rinnsal des Wasserfalls - ein bunter Hoffnungsstein im Corona-Lockdown. Da hat sich jemand nasse Füße geholt, um den Besucherinnen einen hübschen Farbtupfer zu bescheren...

Das mit Flechten und Moos überwachsene Karstgestein ist umrahmt von einem weiteren Märzenbecher-Meer. 

Nach diesem Bild machten sich die wanderlustigen Damen an den Abstieg, zurück nach Bad Überkingen, wo unter "normalen" Umständen der Ausklang bei Kaffee und Kuchen zelebriert worden wäre... Aufgeschoben ist aber keinesfalls aufgehoben!!!

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